Statement zum Todestag von Matjullah J. – Aufruf zur Teilnahme an der Demonstration und Mahnwache am 13.4.2019

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An diesem Samstag, dem 13.04.2019, jährt sich der Todestag von Matiullah J. zum ersten Mal. In dem Fuldaer Stadtteil Münsterfeld hatte der 19-Jährige einen Lieferanten einer Bäckerei sowie die eingetroffenen Polizist*innen körperlich angegriffen. Ein Polizist hat daraufhin 12 Schüsse auf ihn abgegeben, zwei waren tödlich.

Dieser tragische Vorfall hat viele Bürger*innen Fuldas, insbesondere Geflüchtete verunsichert. Zu der Trauer um den Tod des jungen Mannes mischen sich berechtigte Fragen und Zweifel. Warum gelang es den vier Polizist*innen nicht, den jungen Mann auf andere Weise aufzuhalten? Warum war der Schütze schon nach zwei Wochen wieder im Dienst? Warum hat sich ein Polizeianwärter erst Monate nach der Tat als unbeteiligter Zeuge gemeldet?

Das Vertrauen in die hessische Polizei hat schon durch die jüngst aufgedeckten rechtsextremen Strukturen stark gelitten. Umso mehr wäre in diesem Fall verstärkte Transparenz angebracht.

Wir unterstützen die Forderungen aus der Zivilgesellschaft und insbesondere der afghanischen Community, den Fall lückenlos durch ein ordentliches Gerichtsverfahren aufzuarbeiten. Wenn ihr dieser Forderung zustimmt und euch solidarisch zeigen wollt, dann beteiligt euch an der Demonstration des Afghan Refugees Movements. Diese findet am Samstag ab 13 Uhr am Bahnhofsvorplatz in Fulda statt.

Mehr Informationen dazu gibt es in der Facebook-Veranstaltung: https://www.facebook.com/events/992921007568341/