Afghanistan ist kein sicheres Land

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Das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR hat nun bestätigt, was uns Menschen aus Afghanistan hier in Fulda jeden Tag erzählen: Afghanistan ist KEIN sicheres Land! Seit April 2016 habe sich die Lage “insgesamt nochmals deutlich verschlechtert”, heißt es im ersten Satz des UNHCR-Berichts! “In ganz Afghanistan besteht ein hohes Risiko, Opfer einer Entführung oder eines Gewaltverbrechens zu werden. Landesweit kann es zu Attentaten, Überfällen, Entführungen und anderen Gewaltverbrechen kommen.”, heißt es in der offiziellen Reisewarnung des Auswärtigen Amts. Als Reaktion hat Schleswig-Holstein nun einen Abschiebestopp geplant.

Dennoch werden die Asylanträge von immer mehr Menschen aus Afghanistan abgelehnt, was Vielen große, existenzielle Sorgen bereitet. Bei unserer Informationsveranstaltung zu diesem Thema gestern abend hatten wir mehr als 80 Gäste, der Vortrag wurde sogar auf Gebärdensprache übersetzt.
Wir werden den Eindruck nicht los, dass hier populistische Symbolpolitik auf den Schultern schutzsuchender Menschen betrieben und dass die eindeutige Faktenlage systematisch ignoriert wird. Was soll das!?

Wir fordern deshalb die Landesregierung auf, dem Beispiel Schleswig-Holsteins zu folgen. Keine Abschiebungen nach Afghanistan! Unsere lokalen Politiker/-innen fordern wir energisch und mit großem Ernst auf, sich dafür einzusetzen, dass die restriktive Interview- und Ablehnungspraxis gegenüber Menschen aus Afghanistan beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge sofort beendet wird!