22. Februar: Ankommen in einem neuen Land – Erfahrungsbericht von Vertriebenen aus dem Sudentenland (1946)

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Flucht und Vertreibung gab es schon immer – und schon immer gab es Menschen, die sich in einer ihnen fremden Umgebung ein neues Leben aufbauen mussten.

Von ihren Erfahrungen können wir, Menschen mit und ohne Fluchterfahrung, heute viel lernen!

Franz Hanika ist ein Mensch, der schon im frühen Kindesalter eine Vertreibung und einen Neustart miterlebte. Er wurde 1944 im heutigen Tschechien zwischen Pilsen und Marienbad geboren, musste mit seinen Angehörigen nach dem zweiten Weltkrieg 1946 die Heimat verlassen und kam in die Nähe von Frankfurt, von wo aus er später nach Hünfeld zog.

Auch seine Frau Monika, selbst gebürtige Fuldaerin, stammt aus einer Familie mit Vertreibungsgeschichte. Ihre Eltern und ihre 10 und 12 Jahre älteren Brüder wurden 1946 aus Haindorf und Weißbach (Hejnice / Bílý Potok im Isergebirge) vertrieben.

Wir freuen uns sehr, das Ehepaar am Freitag, den 22. Februar, um 18 Uhr bei uns im Wohnzimmer zu Gast zu haben. Sie möchten uns von ihrer Vertreibungs- und Integrationsgeschichte und von den vielen Erkenntnissen, die sie in ihrem Leben gesammelt haben, erzählen.

Außerdem wollen wir gemeinsam den halbstündigen Film “Nachbarschaft mit den Sudetenvertriebenen“ (ausgezeichnete Produktion der Lichtbergschule Eiterfeld) anschauen und darüber diskutieren.

Wir freuen uns auf einen sehr interessanten und bewegenden Abend und auf viele neugierige Gäste! Wir bitten darum, insbesondere viele Menschen mit Fluchterfahrung einzuladen, da sie von den Erkenntnissen des Ehepaars sicher profitieren können.

Der Eintritt ist wie immer frei, wobei wir uns sehr über ein paar Spenden für unsere Vereinskasse freuen. 😉